Die Northeimer CDU-Ratsfraktion nimmt Stellung zum Vorschlag des Bürgermeisters am geplanten Hallenbad nun auch noch ein Parkhaus für einen hohen einstelligen Millionenbetrag zu bauen. Dadurch könnten die Baukosten für das geplante Hallenbad dann auf über 55 Mio. ? inkl. Parkhaus ansteigen. Das Hallenbad wird so oder so bereits das teuerste Infrastrukturprojekt aller Zeiten in unserer Stadt. Parallel dazu sind beispielsweise Sanierungen und Neubauten der Grundschulen, zwingend notwendige Neubauten von Feuerwehrhäusern oder die Sanierung von Straßen geplant, die in der Summe mit Sicherheit das Investitionsvolumen auf über 100 Mio. ? ansteigen lassen. Alleine diese in der Priorität der CDU ganz obenstehenden Maßnahmen werden nur unter allergrößter Kraftanstrengung überhaupt zu realisieren sein. Daher kann die CDU überhaupt nicht nachvollziehen, warum nun noch ein teures Parkhaus dazu kommen sollte, welches unter keinen Umständen wirtschaftlich betrieben werden kann. Zudem kritisiert die CDU, dass dieser Vorschlag ohne jegliche Diskussion im Aufsichtsrat der Northeimer Sport und Freizeit GmbH (NOM SF) vom Bürgermeister in die Öffentlichkeit getragen wurde, der dann auch noch behauptet, dass diese Überlegungen auch aus der NOM SF kämen. Ein Parkdeck war bisher nur als eine mit sehr hohen Zusatzkosten versehene Option in der Machbarkeitsstudie angedacht worden, spielte in den bisherigen Beratungen aber überhaupt keine Rolle. "Weite Teile des Rates wollen unsere in Teilen marode Infrastruktur in den nächsten Jahren optimieren" sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat der CDU, Malte Schober. "Bei den im Raum stehenden Kosten bedarf es jedoch einer umsichtigen und gemeinsamen Planung der Ratsfraktionen mit den Menschen in dieser Stadt. Eigenmächtige Schnellschüsse in der Presse sind überhaupt nicht zielführend. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten auf der einen Seite eine kluge und zeitnahe Umsetzung der Maßnahmen, aber auf der anderen Seite auch ein finanzielles Bewusstsein, dass wirklich nur die Maßnahmen umgesetzt werden, die auch zwingend notwendig und finanzierbar sind."
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